Die Mitgliederversammlung der Süddeutschen Immobilienbörse im Juli bot erneut Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Im Mittelpunkt standen Praxiserfahrungen aus der Immobilienbewertung, die neuen Bodenrichtwerte der bayerischen Landkreise sowie die Vorstellung neuer Immobilien mit dem Ziel, Gemeinschaftsgeschäfte innerhalb des Netzwerks anzubahnen.
Zu den Vorteilen einer Mitgliedschaft in der Süddeutschen Immobilienbörse gehören Rahmenverträge mit PropTech-Unternehmen. Sie ermöglichen den Mitgliedern den Bezug zahlreicher Softwarelösungen und digitaler Dienstleistungen zu vergünstigten Konditionen – ein Vorteil, der sich im Arbeitsalltag durchaus bemerkbar macht.
Zum festen Bestandteil jeder Mitgliederversammlung gehört ein Fachvortrag oder eine Schulung. Diesmal stellte Michael Matthes von Karl Kainz Immobilien das CRM-System Propstack vor. CRM-Systeme (Customer Relationship Management) bilden heute die zentrale Arbeitsplattform eines Maklerunternehmens. Sie verwalten Kunden, Interessenten und Immobilien, steuern Vermarktungsprozesse und bündeln sämtliche Informationen an einer Stelle.
Da die meisten Mitglieder bereits mit onOffice arbeiten, entwickelte sich schnell ein interessanter Vergleich der beiden Systeme. Viele Fragen ließen sich unmittelbar aus der täglichen Praxis beantworten. Deutlich wurde dabei vor allem, wie umfangreich moderne CRM-Systeme inzwischen sind – und dass ihr Nutzen letztlich davon abhängt, wie konsequent ihre Möglichkeiten im Arbeitsalltag genutzt werden.
Diskutiert wurde auch die Zugehörigkeit von Propstack zur Scout24-Gruppe. Angemerkt wurde, dass die Gebühren von ImmobilienScout24 in den vergangenen Jahren regelmäßig gestiegen seien, ohne dass viele Makler den zusätzlichen Nutzen als entsprechend gestiegen empfunden hätten. Vor diesem Hintergrund stellte sich die Frage, ob sich eine vergleichbare Preisentwicklung langfristig auch bei Propstack ergeben könnte.
Die onOffice-Anwender verwiesen dagegen auf die Preisstabilität und den guten Support ihres CRM-Systems. Gerade der direkte Erfahrungsaustausch machte den Reiz des Abends aus. Wer täglich mit den Systemen arbeitet, kennt deren Stärken und Schwächen oft besser als jede Produktpräsentation. So bot die Diskussion zahlreiche Anregungen, wie sich vorhandene Funktionen künftig noch besser nutzen lassen.
Auch nach dem offiziellen Ende wurde noch in kleinen Gruppen weiterdiskutiert. Gesprächsstoff gab es genügend – nur leider nicht unbegrenzt Zeit. Am nächsten Morgen wartete bei den meisten bereits wieder das Tagesgeschäft.